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Eiszeit in Hamburg - oder doch Tauwetter? |
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Geschrieben von: fibs
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Sonntag, 07. Februar 2010 um 17:33 Uhr |
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Momentan erscheint es höchst unklar, ob es im Hamburger Schulkonflikt zu einer Eiszeit oder zu Tauwetter kommt. Nach inzwischen fünf Verhandlungsrunden, bei denen die Vertreter der Fraktionen von CDU und GAL und dem Verhandlungsteam von "Wir wollen lernen!" (WWL) im Hamburger Rathaus versucht hatten, politischen Schnee zu schippen, "ist offen, ob und in welchem Maße die Vertreter von Schwarz-Grün noch eine Verhandlungslösung anstreben" - heisst es auf der Website der Initiative.
So, wie aussieht, scheinen weder der Erste Bürgermeister Ole von Beust, noch Schulsenatorin Christa Goetsch einen grundsätzlichen Schritt auf die 184.500 Unterzeichner des WWL-Volksbegehrens zu machen zu wollen. "Beide scheinen in babylonischer Gefangenschaft miteinander verstrickt zu sein," orakelte ein Beobachter. Die Mission von Moderator Michael Otto wird immer prekärer. Laut WWL-Sprecher Walter Scheuerl lehnen die Vertreter von Schwarz-Grün eine Diskussion des von der Handelskammer Hamburg unterbreiteten Vorschlags "Hamburger Schulfrieden" ab. WWL hingegen war der Politik bereits einen großen Schritt entgegengekommen, hatte die Totalablehnung der Primarschule abgelegt und einen freiwilligen Qualitätswettbewerb einzurichtender Modellschulen mit dem herkömmlichen Schulsystem vorgeschlagen - erfolglos, da CDU/GAL weiter auf flächendeckender Einführung einer Zwangsschule bestehen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am kommenden Mittwoch, den 10. Februar 2010, 10.00 Uhr, statt. Ausführliche Berichte über die einzelnen Verhandlungsrunden lesen Sie unter dem WWL-Link: Die Verhandlungen. In der Anlage finden registrierte Nutzer von www.hamburg-schulreform.de ausserdem eine ausführliche Gegenüberstellung der Positionen. |
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Experten sollen Wirrwarr lösen |
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Geschrieben von: rp.M
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Freitag, 05. Februar 2010 um 14:58 Uhr |
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Nun sollen Fachleute das Durcheinander in der hamburgischen Schulpolitik entwirren. Das verlautete nach Abschluss der 5. Verhandlungsrunde am Freitag (5. 2. 2010). Experten beider Seiten sollen sachgerechte Lösungen für die Evaluierung eventuell einzuführender Primarschulen (= auf sechs Jahre verlängerte Grundschule) in die Gespräche einbringen.
Die Atmosphäre der Runde nannten Teilnehmer "genervt". So hätten die Regierungsparteien CDU und GAL "gewisse Probleme" beim Festlegen ihrer Haltung gegenüber der Volksinitiative "Wir wollen lernen!" (WWL). Trotz wochenlanger Verhandlungen konnten sie immer noch nicht auf den versöhnlichen WWL-Vorschlag zugehen, den Hamburger Eltern die Wahl zwischen herkömmlicher vierjähriger Grundschule und experimenteller sechsjähriger Primarschule zu lassen - ähnlich hat es auch die Handelskammer Hamburg empfohlen. Auch der renommierte Bildungsforscher Peter Struck (Uni Hamburg) hält Zweigleisigkeit für machbar. Der Primarschulbefürworter hatte kürzlich in der WELT erklärt, es sei "nicht nötig", Primarschulen flächendeckend einzuführen: "Man kann auch mehrgleisig fahren, die Niederländer machen das auch. Die beste Schulform wird sich dann durchsetzen, und die muss bei jedem einzelnen Kind eine andere sein." Das WWL-Team unter Sprecher Walter Scheuerl und der schwarzgrüne Senat mit dem Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Schulsenatorin Christa Goetsch wollen am nächsten Mittwoch (10. 2. 2010) weiterverhandeln. |
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Rathausgespräch: "Gute Stimmung" - Neue Runde vereinbart |
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Geschrieben von: Masreen Kadar
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Dienstag, 02. Februar 2010 um 11:29 Uhr |
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In KÜRZE: 4. Verhandlung wg. Schulreform Hamburg beendet - "sehr gute Stimmung" (Teilnehmer) - „Wir haben Fortschritte gemacht“, sagt GAL-Fraktionschef Jens Kerstan - Details noch unbekannt - Abendblatt: "Eigentlich wollte Schwarz-Grün die Schulreform mit Primar-, Stadtteilschulen sowie Gymnasien zum neuen Schuljahr flächendeckend einführen" - Überraschendes Handelskammer-Konsenspapier spielte noch keine größere Rolle - Freitag, 5. 2. 2010 gehts weiter Die vierte Verhandlungsrunde zur Lösung des Hamburger Schulstreits am heutigen Dienstag (2. 2. 2010, 11.15 Uhr, Rathaus) zwischen der schwarzgrünen Rathauskoalition und der Volksinitiative „Wir wollen lernen!“ (WWL) war so intensiv vorbereitet worden, wie noch nie. So hatte sich insbesondere das Team um WWL-Sprecher Walter Scheuerl bei deutschen Bildungsexperten massig mit Expertenvorschlägen eingedeckt. Damit sollten der Erste Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und seine grüne Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) dazu bewegt werden, ihre Hinhaltetaktik durch Einbringen immer neuer Tischvorlagen zu Seitenthemen aufzugeben. Besonders aktiv war nach unseren Informationen auch die Handelskammer Hamburg. Sie legte wenige Stunden vor der Sitzung einen Kompromissvorschlag vor, der vor allem die Regierungsfraktionen CDU und GAL in Zugzwang bringen dürfte. Darin soll unter anderem den Eltern das Recht eingeräumt werden, bei der Auswahl des Schulsystems für ihr Kind frei entscheiden zu können. Das heisst, Kinder dürfen nach dem Wunsch der einflussreichen Handelskammer künftig entweder wie bisher eine vierjährige Grundschule oder eine experimentelle sechsjährige Primarschule besuchen dürfen. |
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Die Knackpunkte - wo es noch hakt... |
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Geschrieben von: abba
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Mittwoch, 03. Februar 2010 um 17:56 Uhr |
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Weniger als zweieinhalb Stunden brauchten die Kontrahenten im Hamburger Schulkampf am Dienstag (2. 2. 2010), um gute Laune zu kriegen. Dann traten die Vertreter der Volksinitiative "Wir wollen lernen!" (WWL) und des CDU/GAL-Senats nach der Rathausverhandlung aus dem Sitzungszimmer und verkündeten unisono "Fortschritte" - beide Seiten hätten sich "aufeinander zu bewegt", hieß es. Einzelheiten:
Laut WWL gab es von der schwarzgrünen Seite ein Entgegenkommen insoweit, als auf die bislang geforderte Senatsmehrheit in einer vorgesehenen Expertenkommission zur Qualitätsüberprüfung (Evaluierung) neuer Schulstrukturen verzichtet wurde. Signalisiert wurde ferner die Erhebung der Lernstände im Rahmen der Evaluation (also nicht lediglich nur die Erhebung von baulichen und personellen Eingangsvoraussetzungen für die Einrichtung von Primarschulen). Bei der Frage nach |
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Koalitionsfrieden ja bitte? - Schulfrieden nein danke? |
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Geschrieben von: wb
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Freitag, 29. Januar 2010 um 18:46 Uhr |
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ANALYSE
Legen es die Verhandler von CDU und GAL bei den Gesprächen zur friedlichen Beilegung des Schulstreits in Hamburg womöglich bewusst auf das Scheitern der Lösungssuche an? Diese Frage stellen sich Beobachter des laufenden Disputs zwischen der schwarzgrünen Rathauskoalition und der erfolgreichen Volksinitiative "Wir wollen lernen!" (WWL). Der Grund für die Skepsis: Weder das Team um CDU-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) noch die Gruppe um Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) scheinen bereit zu sein, das weitreichende WWL-Versöhnungsangebot anzunehmen. Dabei ist die WW-Position in ihrem Kernteil ein allen Seiten entgegenkommendes Modell: 1. WWL fordert nicht mehr das totale Aus für die sechsjährige Primarschule (wie es 184.500 Menschen per Unterschrift verlangen), sondern schlägt das begrenzte Nebeneinander mit vierjährigen Grundschulen vor, 2. WWL bietet eine dem Geist der Freien und Hansestadt entsprechende gerechte Lösung an: alle Eltern sollen künftig in Klasse 4 darüber entscheiden können, ob ihre Kinder das längere gemeinsame Grundschullernen wählen, oder das noch viel längere Lernen in einer weiterführenden Schule (Gymnasium acht Jahre, Stadtteilschule 9 Jahre),
3. WWL setzt sich dafür ein, dass die neue Schulform Primarschule zunächst als Modell - aber strukturell ganz im Sinne der schwarzgrünen Pläne - angeboten wird und zugleich eine neutrale, politisch unbelastete Begleitkommission deren Tauglichkeit untersucht, damit die Töchter und Söhne Hamburgs keine Versuchskaninchen werden.
Schwarzgrün dagegen beharrt nach wie vor auf ausnahmslos flächendeckender Einführung der Primarschule - CDU und GAL haben sich in dieser Hinsicht also kein Jota bewegt. Das sehen auch wichtige CDU-Schulexperten so. |
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