KlardenkerIn des Tages
Carsten Bittner Ich bin gegen die zwangsweise Einführung der Primarschule, weil meine Frau und ich selbst entscheiden wollen, welche Schullaufbahn für unsere vier Kinder richtig ist |
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Wie sowohl der NDR als auch die WELT berichteten, kämpft das Herzstück der Schulreform, die Stadtteilschule, mit gehörigen Akzeptanzproblemen. Während die Senatorin überall die Werbetrommel für die Primarschule rührt, scheint sich niemand wirklich um den unumstrittensten Teil der Reform zu kümmern. Die Stadtteilschule, in der Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab diesem Sommer aufgehen werden, ist auch Konsens der Enquête-Kommission gewesen und soll mehr SchülerInnen als bisher zu einem hohen Bildungsabschluss führen. Statt nun die Kraft auf die Bewältigung dieser Riesenreform zu konzentrieren, verkämpft sich die Behörde an unnötiger Stelle, um die heftig kritisierte Primarschule gegen weite Teile der Bevölkerung durchzudrücken.
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| 2. Rathausrunde: CDU lockt, GAL blockt |
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| Geschrieben von: a |
| Freitag, 22. Januar 2010 um 20:09 Uhr |
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Die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem schwarzgrünen Senat und der Volksinitiative "Wir wollen lernen!" (WWL) am Freitag (22. 1. 20109) zur Beilegung des Streits um die Schulreform ist abends in konstruktiver Gesprächsathmosphäre zu Ende gegangen. Die Positionen sind jedoch in zentralen Fragen noch weit auseinander, ist aus Teilnehmerkreisen zu hören. Beim nächsten Treffen am kommenden Mittwoch (27. 1., 09:00 Uhr) wird es daher wohl vor allem um die folgenden Punkte gehen:
Den Angaben zufolge war die Koalition mit dem Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) zu Beginn ohne ein angekündigtes eigenes Papier erschienen. Deshalb erläuterten die acht WWL-Vertreter mit Sprecher Walter Scheuerl zunächst ihr Modell auf der Prämisse der Freiwilligkeit:
"Die Diskussion um den WWL-Vorschlag nahm mit rund zwei Stunden den weitaus größten Teil der Runde in Anspruch", berichtete Scheuerl anschließend. Das mit Verzögerung in den Raum gebrachte Papier der Regierungskoalition(siehe Anlage für registrierte Nutzer) geht wie bislang nur von einer "Entschleunigung" der Primarschuleinführung aus. Das heisst, die umstrittene Schulform, gegen die 184.500 Unterschriften gesammelt worden sind, soll in ganz Hamburg bindend eingeführt werden, und zwar nach und nach mit Zieldatum 2012 (nächste Wahl). Die Regelung des Elternwahlrechts sei recht "verklausuliert" gewesen, hieß es. Ausserdem sei ins Gespräch gebracht worden, dass ein Bürgerschaftsausschuss die Qualitätskontrolle der Schulreform vornimmt. Das habe WWL sofort mit Hinweis darauf abgelehnt, dass dieses (1) keine externe Evaluation wäre, wie sie Mediator Michael Otto vorgeschlagen hatte, und (2) ein politischer Ausschuss wohl kaum neutral kontrollieren könne. Der nächste Mittwoch wird zeigen, wie es weitergeht. Gesamteindruck: die CDU scheint eine baldige Einigung zu locken, während die GAL weiter dabei ist zu blocken. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 27. Januar 2010 um 21:11 Uhr |




