KlardenkerIn des Tages
Carsten Bittner Ich bin gegen die zwangsweise Einführung der Primarschule, weil meine Frau und ich selbst entscheiden wollen, welche Schullaufbahn für unsere vier Kinder richtig ist |
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Wie sowohl der NDR als auch die WELT berichteten, kämpft das Herzstück der Schulreform, die Stadtteilschule, mit gehörigen Akzeptanzproblemen. Während die Senatorin überall die Werbetrommel für die Primarschule rührt, scheint sich niemand wirklich um den unumstrittensten Teil der Reform zu kümmern. Die Stadtteilschule, in der Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab diesem Sommer aufgehen werden, ist auch Konsens der Enquête-Kommission gewesen und soll mehr SchülerInnen als bisher zu einem hohen Bildungsabschluss führen. Statt nun die Kraft auf die Bewältigung dieser Riesenreform zu konzentrieren, verkämpft sich die Behörde an unnötiger Stelle, um die heftig kritisierte Primarschule gegen weite Teile der Bevölkerung durchzudrücken.
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| Koalitionsfrieden ja bitte? - Schulfrieden nein danke? |
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| Geschrieben von: wb |
| Freitag, 29. Januar 2010 um 18:46 Uhr |
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Legen es die Verhandler von CDU und GAL bei den Gesprächen zur friedlichen Beilegung des Schulstreits in Hamburg womöglich bewusst auf das Scheitern der Lösungssuche an? Diese Frage stellen sich Beobachter des laufenden Disputs zwischen der schwarzgrünen Rathauskoalition und der erfolgreichen Volksinitiative "Wir wollen lernen!" (WWL). Der Grund für die Skepsis: Weder das Team um CDU-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) noch die Gruppe um Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) scheinen bereit zu sein, das weitreichende WWL-Versöhnungsangebot anzunehmen. Dabei ist die WW-Position in ihrem Kernteil ein allen Seiten entgegenkommendes Modell:
Schwarzgrün dagegen beharrt nach wie vor auf ausnahmslos flächendeckender Einführung der Primarschule - CDU und GAL haben sich in dieser Hinsicht also kein Jota bewegt. Das sehen auch wichtige CDU-Schulexperten so."Ich bin über die bisherige Entwicklung der Verhandlungen mit der Initiative sehr enttäuscht", schreibt etwa der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete und langjährige schulpolitische Sprecher Robert Heinemann in einer E-Mail an seinen Parteifreund Wolfgang Beuß, dem Vorsitzenden des CDU-Landesfachausschusses (LFA) Bildung. "Ich erwarte ... von der GAL, dass sie ... eine größere Kompromissbereitschaft zeigt", meint Heinemann laut Hamburger Abendblatt. Er gibt damit indirekt den Unwillen großer Teile der CDU-Basis darüber wieder, dass sich der Erste Bürgermeister praktisch komplett die umstrittene Position des linksgrünen Koalitionspartners zu eigen gemacht hat. Schützenhilfe bekommt Heinemann von der stellvertretenden Altonaer CDU-Kreisvorsitzenden Karin Prien. In einer bekanntgewordenen E-Mail an die CDU-Verhandlungsdelegation heißt es: "Ich fürchte, dass ohne ein weiteres Entgegenkommen unter anderem im Hinblick auf die Freiwilligkeit bei der Einführung der Primarschule keine Aussicht auf eine Einigung besteht." Es werde "nach wie vor nicht verstanden", dass eine solch weitreichende Reform "weder gegen eine Mehrheit noch gegen eine qualifizierte Minderheit eingeführt werden darf", zitiert das Abendblatt. "Wenn irgendjemand den Schulfrieden auf dem Gewissen hat, dann ist es Herr von Beust - mag er auch den Koalitionsfrieden davontragen," meinte eine WWL-Sympathisantin am Wochenende. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 02. Februar 2010 um 12:56 Uhr |




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