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Schulreform nicht seriös finanziert "Unklar sei auch die Finanzierung der Reform. Zwar sei mit dem "Sondervermögen Schulbau" ein "Schattenhaushalt", so Rabe, mit einem Volumen von drei Milliarden Euro geschaffen worden. Der beinhalte aber noch nicht die Kosten für die Schulreform. Die schätzt der SPD-Politiker auf 400 bis 500 Millionen Euro - während die Behörde von 190 Millionen spricht." Ties Rabe (SPD) gestern im Abendblatt |
| Rathausgespräch: "Gute Stimmung" - Neue Runde vereinbart |
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| Geschrieben von: Masreen Kadar |
| Dienstag, 02. Februar 2010 um 11:29 Uhr |
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In KÜRZE: 4. Verhandlung wg. Schulreform Hamburg beendet - "sehr gute Stimmung" (Teilnehmer) - „Wir haben Fortschritte gemacht“, sagt GAL-Fraktionschef Jens Kerstan - Details noch unbekannt - Abendblatt: "Eigentlich wollte Schwarz-Grün die Schulreform mit Primar-, Stadtteilschulen sowie Gymnasien zum neuen Schuljahr flächendeckend einführen" - Überraschendes Handelskammer-Konsenspapier spielte noch keine größere Rolle - Freitag, 5. 2. 2010 gehts weiter Die vierte Verhandlungsrunde zur Lösung des Hamburger Schulstreits am heutigen Dienstag (2. 2. 2010, 11.15 Uhr, Rathaus) zwischen der schwarzgrünen Rathauskoalition und der Volksinitiative „Wir wollen lernen!“ (WWL) war so intensiv vorbereitet worden, wie noch nie. So hatte sich insbesondere das Team um WWL-Sprecher Walter Scheuerl bei deutschen Bildungsexperten massig mit Expertenvorschlägen eingedeckt. Damit sollten der Erste Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und seine grüne Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) dazu bewegt werden, ihre Hinhaltetaktik durch Einbringen immer neuer Tischvorlagen zu Seitenthemen aufzugeben. Besonders aktiv war nach unseren Informationen auch die Handelskammer Hamburg. Sie legte wenige Stunden vor der Sitzung einen Kompromissvorschlag vor, der vor allem die Regierungsfraktionen CDU und GAL in Zugzwang bringen dürfte. Darin soll unter anderem den Eltern das Recht eingeräumt werden, bei der Auswahl des Schulsystems für ihr Kind frei entscheiden zu können. Das heisst, Kinder dürfen nach dem Wunsch der einflussreichen Handelskammer künftig entweder wie bisher eine vierjährige Grundschule oder eine experimentelle sechsjährige Primarschule besuchen dürfen. Vor Sitzungsbeginn hatte auch Hamburgs evangelische Landesbischöfin Maria Jepsen an den Senat und die Volksinitiative appelliert, ihre Bemühungen um eine Einigung über die umstrittene Schulreform zu verstärken. Mit einem Scheitern der Gespräche sei niemandem gedient. "Wenn der Volksentscheid kommt, bleibt die Stadt in dieser Frage tief gespalten. Hamburg braucht aber einen dauerhaften Schulfrieden, der länger hält als bis zu den nächsten Wahlen," erklärte die BischöfinAuch zahlreiche Eltern aus ganz Hamburg hatten in Briefen an Politiker und Medien nochmals dazu aufgefordert, Vernunft walten zu lassen und ideologische Motive beiseite zu legen. So hatte Susanne Schütt, die 2. Vorsitzende des Elternrats an der Traditionsschule Christianeum, in einem offenen Brief besonders an CDU-Politiker appelliert: "...Nach der letzten Verhandlungsrunde habe ich keine große Hoffnung mehr, dass es zu einer vernünftigen Einigung kommt und rechne fest mit dem Volksentscheid im Sommer dieses Jahres. Dann wird es wohl zu einer bemerkenswerten Koalition kommen: die Hamburger CDU wird an der Seite der Grünen, der GEW und einiger Linker Wahlkampf gegen Bürger machen, die sich für Bildungsvielfalt, Qualität von Hamburger Bildungsgängen und Abschlüssen einsetzen und die es jedem Bürger frei stellen wollen, ob er sein Kind 4 oder 6 Jahre an der Grund/Primarschule lassen möchte." Weitere Stimmen:
Rückenwind bekam das achtköpfige Verhandlungsteam der Volksinitiative auch durch Erfolgszahlen, die belegen, wie effektiv das derzeitige Hamburger Schulsystem ist. So lag der Anteil von Abiturienten im vergangenen Jahr mit 44,1 Prozent so hoch wie noch nie (2008: 38,5 Prozent, 2004: 31,5 Prozent). Der Anteil der Schüler, die ohne jeden Abschluss abgehen, sank dagegen weiter von 8,2 Prozent im Vorjahr auf 7,8 Prozent in 2009 (2006: 11,5). Die Schulbehörde hatte die Daten erst auf Anfrage der Linken in der Bürgerschaft publiziert. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 03. Februar 2010 um 18:19 Uhr |



