KlardenkerIn des Tages
Carsten Bittner Ich bin gegen die zwangsweise Einführung der Primarschule, weil meine Frau und ich selbst entscheiden wollen, welche Schullaufbahn für unsere vier Kinder richtig ist |
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Wie sowohl der NDR als auch die WELT berichteten, kämpft das Herzstück der Schulreform, die Stadtteilschule, mit gehörigen Akzeptanzproblemen. Während die Senatorin überall die Werbetrommel für die Primarschule rührt, scheint sich niemand wirklich um den unumstrittensten Teil der Reform zu kümmern. Die Stadtteilschule, in der Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab diesem Sommer aufgehen werden, ist auch Konsens der Enquête-Kommission gewesen und soll mehr SchülerInnen als bisher zu einem hohen Bildungsabschluss führen. Statt nun die Kraft auf die Bewältigung dieser Riesenreform zu konzentrieren, verkämpft sich die Behörde an unnötiger Stelle, um die heftig kritisierte Primarschule gegen weite Teile der Bevölkerung durchzudrücken.
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| Experten sollen Wirrwarr lösen |
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| Geschrieben von: rp.M |
| Freitag, 05. Februar 2010 um 14:58 Uhr |
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Die Atmosphäre der Runde nannten Teilnehmer "genervt". So hätten die Regierungsparteien CDU und GAL "gewisse Probleme" beim Festlegen ihrer Haltung gegenüber der Volksinitiative "Wir wollen lernen!" (WWL). Trotz wochenlanger Verhandlungen konnten sie immer noch nicht auf den versöhnlichen WWL-Vorschlag zugehen, den Hamburger Eltern die Wahl zwischen herkömmlicher vierjähriger Grundschule und experimenteller sechsjähriger Primarschule zu lassen - ähnlich hat es auch die Handelskammer Hamburg empfohlen. Auch der renommierte Bildungsforscher Peter Struck (Uni Hamburg) hält Zweigleisigkeit für machbar. Der Primarschulbefürworter hatte kürzlich in der WELT erklärt, es sei "nicht nötig", Primarschulen flächendeckend einzuführen: "Man kann auch mehrgleisig fahren, die Niederländer machen das auch. Die beste Schulform wird sich dann durchsetzen, und die muss bei jedem einzelnen Kind eine andere sein." Das WWL-Team unter Sprecher Walter Scheuerl und der schwarzgrüne Senat mit dem Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Schulsenatorin Christa Goetsch wollen am nächsten Mittwoch (10. 2. 2010) weiterverhandeln. |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 07. Februar 2010 um 08:59 Uhr |




Nun sollen Fachleute das Durcheinander in der hamburgischen Schulpolitik entwirren. Das verlautete nach Abschluss der 5. Verhandlungsrunde am Freitag (5. 2. 2010). Experten beider Seiten sollen sachgerechte Lösungen für die Evaluierung eventuell einzuführender Primarschulen (= auf sechs Jahre verlängerte Grundschule) in die Gespräche einbringen.