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Wie sowohl der NDR als auch die WELT berichteten, kämpft das Herzstück der Schulreform, die Stadtteilschule, mit gehörigen Akzeptanzproblemen. Während die Senatorin überall die Werbetrommel für die Primarschule rührt, scheint sich niemand wirklich um den unumstrittensten Teil der Reform zu kümmern. Die Stadtteilschule, in der Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab diesem Sommer aufgehen werden, ist auch Konsens der Enquête-Kommission gewesen und soll mehr SchülerInnen als bisher zu einem hohen Bildungsabschluss führen. Statt nun die Kraft auf die Bewältigung dieser Riesenreform zu konzentrieren, verkämpft sich die Behörde an unnötiger Stelle, um die heftig kritisierte Primarschule gegen weite Teile der Bevölkerung durchzudrücken.
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| Klardenkerin des Tages: Petra Bargstädt |
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Wer weiß denn am besten was an seiner Schule gut läuft und wasnicht? Das ist doch wohl das Lehrerkollegium. Warum fragt niemand die Lehrer was ihre Schule braucht um die Schüler bestmöglich zu fordern und zu fördern? Es wäre so einfach, wenn man mit weniger Schülern pro Klasse und vielen, neuen gut ausgebildeten Lehrern beginnen würde, aber Frau Goetsch möchte das Rad ja noch einmal ganz neu erfinden und dabei alle Fehler der vergangenen hundert Jahre wiederholen. Die sechsjährige Grundschule hat es in Hamburg ja lange gegeben. Sie wurde aufgrund ihrer Erfolglosigkeit abgeschafft. Henning Voscherau, ehemaliger Hamburger Bürgermeister, hat es in seinem Artikel vom 13.Juni 2008 im Hamburger Abendblatt anhand eigener Erfahrungen plastisch geschildert. Er schrieb: Für meine Schulzeit kam die Abschaffung damals zu spät: In Stufe 5 und 6 quälend langsamer Unterrichtsfortschritt, unterforderte begabte Schüler,Langeweile und Störung des Unterrichts, Prügel von Mitschülern für die „Einser-Schüler“ in der Pause und auf dem Schulweg. Schule hat die Aufgabe, jedes Kind bestmöglich zu fördern, und darf keines zurück lassen. Zitat Ende. Zu meiner Zeit gab es nach der Grundschule zwei Jahre Beobachtungsstufe. Da konnte man nach der vierten und nach der sechsten Klasse die Schulform wechseln, war auch kein Erfolgsmodell. Ich würde die Kinder nach der ersten Klasse neu sortieren. Die erste Klasse als Beobachtungsstufe und dann immer in kleine Lerngruppen a 15 Kinder aufteilen, die einfach gemeinsam lernen, ohne Etikett, aber trotzdem nach Leistungstand und -fähigkeit getrennt. Die Besseren müßten sich nicht langweilenund die schlechteren wären nicht mehr die Schlechtesten.So ein Projekt müßte langsam und besonnen eingeführt werden und nicht wie die Goetsche Primarschule Hals über Kopf, ohne jegliches vernünftige Konzept und gänzlich ohne Kostenplan, mit lebenden Kindern als Versuchskaninchen. |



Petra Bargstädt, Bergedorf