KlardenkerIn des Tages
Carsten Bittner Ich bin gegen die zwangsweise Einführung der Primarschule, weil meine Frau und ich selbst entscheiden wollen, welche Schullaufbahn für unsere vier Kinder richtig ist |
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Wie sowohl der NDR als auch die WELT berichteten, kämpft das Herzstück der Schulreform, die Stadtteilschule, mit gehörigen Akzeptanzproblemen. Während die Senatorin überall die Werbetrommel für die Primarschule rührt, scheint sich niemand wirklich um den unumstrittensten Teil der Reform zu kümmern. Die Stadtteilschule, in der Haupt-, Real- und Gesamtschulen ab diesem Sommer aufgehen werden, ist auch Konsens der Enquête-Kommission gewesen und soll mehr SchülerInnen als bisher zu einem hohen Bildungsabschluss führen. Statt nun die Kraft auf die Bewältigung dieser Riesenreform zu konzentrieren, verkämpft sich die Behörde an unnötiger Stelle, um die heftig kritisierte Primarschule gegen weite Teile der Bevölkerung durchzudrücken.
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| offener Brief an Herrn Bruns, BSB |
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| Geschrieben von: Julia Sasse |
| Mittwoch, 17. Februar 2010 um 15:37 Uhr |
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es ist wirklich unglaublich und für eine Behörde beschämend, wie in der Hansestadt derzeit BürgerInnen und Bürger immer wieder mit Halbwahrheiten und verdrehten Tatsachen konfrontiert werden. In Ihrer heutigen Rundmail versuchen Sie erneut, dem erfolgreichen Volksbegehren (184.000 Unterschriften!) eine schmutzige Linie zu unterstellen. Es ist für mich, als betroffene Mutter und aufmerksame Leserin, unbegreiflich, wie aus Ihrer Behörde solche "Richtigstellungen" versendet werden können, wie die, die mich heute erreichte.
Die erfolgreiche Initiative "Wir wollen lernen" hat sich in ihrer heutigen Rundmail klar und deutlich auf einen Artikel im Hamburger Abendblatt bezogen. Falls Ihnen der Artikel nicht vorliegen sollte - ich habe mir erlaubt, den vollständigen Text hier einzukopieren.In diesem Artikel wird Ties Rabe, schulpolitischer Sprecher der SPD, zitiert, ebenso wie andere Landespolitiker. Ein Auszug hier:"Die Schüler dürfen nicht Opfer politischer Schachzüge werden", sagte Ties Rabe, Schulexperte der Hamburger SPD. Wer auf eine Hamburger Schule gehe, dürfe nicht abgeschult werden. Auch Landespolitiker in Kiel reagierten empört: "Das Vorgehen der Hamburger Schulbehörde wird mit Sicherheit die Verhandlungen belasten", sagte der Reinbeker Abgeordnete Marc-Oiver Potzahr (CDU). Die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Ines Strehlau, sagte: "Wir müssen die Interessen der Schüler in den Mittelpunkt stellen und nicht die Finanzen." Ich hoffe sehr auf einen erfolgreichen Volksentscheid, weil mein Vertrauensverhältnis in die Schulbehörde durch die derzeitigen Vorgänge schwer gestört ist. Auch ist es nicht mein Eindruck, dass der Senat jemals wirklich eine Verhandlungslösung angestrebt hat. Der Gastbeitrag von Frau Knipper in der WELT schildert dies heute ja auch noch einmal sehr anschaulich: "Deshalb ist nicht zu verstehen, dass ein Vergleich der erreichten Lernstände zwischen Primarschulen und den Beobachtungsstufen der weiterführenden Schulen verweigert wird. Wenn die Starterschulen im Sommer 2012 die Primarschule bis Klasse 6 einmal durchlaufen haben, könnte ein solcher Vergleich viele offene Fragen beantworten. Für 2013 wäre eine verbindliche Entscheidung möglich. Das wäre nur ein Jahr später als in den Verhandlungen von CDU/GAL vorgeschlagen. Warum hat man nicht den Mut, einen Leistungsvergleich abzuwarten? Oder hat man Angst davor, dass die Schulreform die nächste Bürgerschaftswahl 2012 nicht überleben kann?" WELT: Wir-brauchen-Gymnasien-ab-Klasse-5 Unterschätzen Sie die Hamburgerinnen und Hamburger nicht! Wir lassen uns kein X für ein U vormachen. |


