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Wie die BILD berichtet hat, befindet sich der Hamburger Senat derzeit irgendwo im Orbit. Wir aber sind hier unten und fragen uns, warum die rechte Hand nicht mehr weiß, was die linke tut. Und warum man Kita-Gebühren drastisch erhöht, während man gleichzeitig "Chancengerechtigkeit" und "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" propagiert. Hamburg an Regierung: Versteht Ihr Euch noch? Und: Versteht Ihr uns noch? Der gesunde Menschenverstand kapituliert an dieser Stelle. |
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| feiner Witz II - diesmal an den Bürgermeister |
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Herrn Bürgermeister Ole von Beust Rathaus 2oo95 Hamburg Sehr geehrter Herr von Beust, Als jahrzehntelanger noch immer treuer CDU-Wähler darf ich Ihnen sicher einen Vorschlag unterbreiten. Wie DIE WELT berichtet, haben Sie die Absicht, im Zusammenhang mit der Schulreform den - noch - Zweifelnden einen Brief zu schreiben. Das kann eine sehr gute Sache sein. Die Tabelle über die Auswertung der Psephos-Umfrage, die Sie zu dieser Briefaktion offenbar stimuliert, ermöglicht ja, den Kreis der Zweifelnden einzugrenzen, etwa auf die Wahlbürger mit Hauptschulabschluß und die mit Abitur, wobei Sie sich mit Sicherheit an die Wähler der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien wenden wollen, die ja die Volksini-tiative mit allen Mitteln - insgesamt etwa stolzen 8oo.ooo € - bekämpfen. Ein Staatsdiener, der Ihnen die Adressen dieser Wahlbürger mit einem Behördencomputer ermittelt, wird sich finden lassen, und das Porto werden Sie sicherlich aus der eigenen Tasche bezahlen, denn das erlaubt Ihr Bürgermeistereinkommen angesichts der Tatsache, daß Sie unverheiratet und kinderlos sind und die Aufwendungen nicht haben, die die besorgten Eltern der Volksini-tiative aus meistens etwas bescheideneren Einkünften tragen. Zu Neutralität sind Sie bei Ihrem Schreiben ja nicht verpflichtet, wohl aber zu einer - Ihnen natürlich selbstverständlichen - Sachlichkeit. Sie werden also die Argumente der Volksini-tiative aufzählen und dann Punkt für Punkt widerlegen wollen. Und deswegen eben schreibe ich Ihnen - Sie haben ja mehr zu tun als nur diesen Brief zu verfassen. Wieso sollen Sie die Mühe haben, die gegnerischen Argumente darzulegen - laß das doch die selber tun! Es könnte Ihnen viel Mühe sparen, wenn Sie einfach die Volksinitiative bitten würden, Ihnen ihre Argumente in der erforderlichen Anzahl zu Verfügung zu stellen - dann könnten Sie sich die Aufzählung sparen. Die würde Ihnen diese Unterlagen gewiß gern zuschicken. Und ein solches Verfahren würde mit Sicherheit bei den Empfängern auch Hochachtung vor Ihrer Fairneß auslösen - sicherlich eine willkommene Wirkung angesichts Ihres ja nicht mehr völlig rutschfesten Images. Ich würde es begrüßen, wenn Sie mir eine kurze Nachricht zukommen ließen, wie Sie zu diesem Vorschlag stehen. Mit vorzüglicher Hochachtung |

