KlardenkerIn des Tages
Carsten Bittner Ich bin gegen die zwangsweise Einführung der Primarschule, weil meine Frau und ich selbst entscheiden wollen, welche Schullaufbahn für unsere vier Kinder richtig ist |
Login
Unser Newsletter
Online
KeineSchlagzeile
Wie die BILD berichtet hat, befindet sich der Hamburger Senat derzeit irgendwo im Orbit. Wir aber sind hier unten und fragen uns, warum die rechte Hand nicht mehr weiß, was die linke tut. Und warum man Kita-Gebühren drastisch erhöht, während man gleichzeitig "Chancengerechtigkeit" und "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" propagiert. Hamburg an Regierung: Versteht Ihr Euch noch? Und: Versteht Ihr uns noch? Der gesunde Menschenverstand kapituliert an dieser Stelle. |
| Weiterlesen... |
| ANALYSE: CDU sucht Notausgang - GAL grummelt - Geht Ole? |
|
|
|
| Geschrieben von: a |
| Sonntag, 07. Juni 2009 um 22:58 Uhr |
|
(aktualisiert)
Othmarschen (-12,3%) Wellingsbüttel (-10,7%) Blankenese (-10,3%) Wilhelmsburg (-16,8% / keine CDU-Hochburg, aber ein sozial schwieriger Stadtteil, der angeblich von der Schulreform profitieren soll) Die Hamburger Morgenpost schrieb, die CDU sei "von ihrer bessergestellten Klientel für die umstrittene Schulreform abgestraft worden." Matthias Iken, stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Abendblatts: Die CDU-Spitze müsse sich "Sorgen machen, gerade angesichts der Einbrüche in Hochburgen".
Nach Informationen von hamburg-schulreform.de ist ein Sonderparteitag zur Schulpolitik praktisch unvermeidlich geworden. Und das obwohl der bereits als von-Beust-Nachfolger gehandelte Fraktionschef Frank Schira betont: „Man darf nicht zu viel ins Wahlergebnis hineininterpretieren.“ Derlei Durchhalteparolen kommen an der CDU-Basis nicht gut an. So gibt es intern Kritik am Versuch der CDU-Oberen, den Parteitag möglichst in die Zeit knapp vor den Sommerferien zu legen, also in die politisch eher maue Vorurlaubszeit. Das würde der CDU-Spitze Zeitgewinn bringen, bevor im Herbst das Volksbegehren gegen die Verlängerung der Grundschule um zwei Jahre ansteht.
Bezeichnend der Leserbrief eines bisherigen Grünen-Wählers an die WELT. Er warnt, "Goetsch und Co." sollten nicht glauben, daß sie mit ihrer "aberwitzigen Schulpolitik" in ihrer eigenen Partei unumstritten seien, "geschweige denn bei ihren Wählern". Die GAL sei immer eine soziale und ökologische Partei gewesen, "aber eine Partei, die sich zum Erfüllungsgehilfen einer kommunistischen GEW/DKP-Clique machen läßt, braucht kein Mensch." Das ist eine Anspielung auf Peter de Lorent, den Leiter des Planungsstabes in der Schulbehörde, der einst in der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) aktiv war, aus der linken Gewerkschaftsbewegung kommt und bei Konservativen ein rotes Tuch ist.
|
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. Juni 2009 um 20:16 Uhr |




Der CDU-Kreisparteitag
Der Schritt folgt wenige Tage nach der Klatsche für Schwarz-Grün bei der Europawahl vom 7. Juni 2009 (minus 11,1 Prozent). Anfänglich hatten führende Unionslenker darauf mit "stiff upper lip" reagiert: "Bürgermeister Ole von Beust (CDU) will zur Wahl-Pleite nichts sagen, Partei- und Fraktionsspitze reden sich das Ergebnis schön," kommentierte 
Nun sucht Hamburgs CDU den politischen Notausgang. Vielleicht besteht er darin, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel - wie
Auch beim kleinen Koalitionspartner GAL, dessen Schulsenatorin Christa Goetsch die Neuerungen autoritär durchpeitscht, beginnt es übrigens zu brodeln. Besonders sauer stößt manchen auf, dass die 68er-geprägte GAL-Führung ausgerechnet kritische Bildungsbürger wie "Feinde" abkanzelt, obwohl viele zur Grünenklientel gehören. Ausserdem sei es unzulässig alle Schulreformgegner mit "Millionären" gleichzusetzen.
Als mögliches Bauernopfer in dem Schlamassel gilt unterdessen CDU-Landeschef Michael Freytag, der als Finanzsenator bereits wegen des milliardenschweren Steuergeldeinsatzes bei der maroden HSH Nordbank angeschlagen ist. Sein Abtritt könnte dem Ersten Bürgermeister Luft verschaffen, bis er womöglich von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Bundestagswahl im September (vor dem Volksbegehren!) als Bundesumweltminister nach Berlin dienstverpfichtet wird.
Die Volksinitiative "Wir wollen lernen!" hatte nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse vom 7. Juni 2009 (CDU knapp unter 30 Prozent!) erklärt: "Ole von Beust steht nach der Europawahl vor einem Scherbenhaufen: die Hamburger Wähler haben dem CDU/GAL-Senat einen Denkzettel für seine desaströse Schulpolitik erteilt." Sprecher Dr. Walter Scheuerl (Foto) sagte, deutlicher hätten die Hamburger Wähler von Beust nicht "zum Nachsitzen" schicken können.